Freundeskreis Alter Botanischer Garten Marburg e.V.
Aktuelles
 
RETTET MARBURGS ALTEN BOTANISCHEN GARTEN !
 

In einem Brief an den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege in Wiesbaden äußert der Freundeskreis Alter Botanischer Garten Marburg im April 2007 seine allergrößte Sorge, dass durch den Campus-Neubau das 200jährige Gartendenkmal, Marburgs Grüne Lunge, grossen Schaden erleidet. Wenn ein neuer Campus in Marburg auch befürwortet wird, so muss doch unbedingt die Schönheit und Einmaligkeit des Gartendenkmals erhalten bleiben.

Wie den veröffentlichten Plänen zu entnehmen war, sind bereits von beiden Campus-Bereichen (Firmaneigelände und Marburger Brauerei) geradlinige Stichwege oder Brückenstege mitten in das Herz der denkmalgeschützten Gartenanlage vorgesehen. Aus dem denkmalgeschützen Gartenterrain als Oase der Ruhe könnte ein Rummelplatz werden, durch den jeden Tag tausende von Studenten zur Mensa etc. laufen und dabei die Vegetation, ob gewollt oder ungewollt, niedertrampeln.

Durch unterlassene Nachpflanzungen und nicht fachgerechten Baumschnitt verliert der Garten so schon Jahr für Jahr mehr von seiner wertvollen Substanz und wird sehenden Auges der Verwahrlosung preisgegeben.

Der FREUNDESKREIS fordert im folgenden 10-PUNKTE-DENKMALSCHUTZ-PLAN das Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden wie auch die verantwortlichen Institutionen dringend zur Umsetzung folgender Punkte auf:

  1. Erhaltung des Alten Botanischen Gartens Marburg als Gartendenkmal in seinen derzeitigen Grenzen und in seiner Gestalt.
  2. Keine Randbebauung, die den Garten einengt und als Campus-Stadtpark verkommen lässt.
  3. Vollständige Erhaltung der historischen Wegeführung um die angrenzenden Baumquartiere und Wiesenflächen.
  4. Sofortige Einstellung der ungebremsten und äusserst fragwürdigen Baumfällungen, diese haben bereits den Altbestand empfindlich dezimiert!
  5. Sofortige Nachpflanzung von Jungbäumen gleicher Art am alten Standort bei Abgang.
  6. Schutz der Geophyten-Wiesen, keine Ausweisung weiterer Liegewiesen.
  7. Schonungsvolle Behandlung des Alten Gartens während und nach der Bauphase des Campus.
  8. Erhalt des alten Direktorenhauses und dazugehörigen Gewächshauses aus der Nachkriegszeit (Glashaus).
  9. Absoluter Verzicht auf Einbauten jeder Art, keine neuen Plätze, keine Betonflächen, keine neuen Wege etc.
  10. Zügige Umsetzung des Parkpflegewerkes. Gutes Vorbild: Staatspark Karlsaue, Kassel: hier sieht man jetzt viele nachgepflanzte Baumgruppen.

BITTE UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE FORDERUNGEN!
HÄNDE WEG VON MARBURGS GARTENDENKMAL!
DANKE!!!